

Ihren Ursprung in der Geschichte als Kulturpflanze hat der Tee in China. Bereits seit mehr als 2500 Jahren wird in China Tee angebaut. Wobei angeblich der Teestrauch bereits seit mehr als 5000 Jahren in China bekannt sein soll. Eine erste gesicherte Quelle findet sich allerdings erst 221 v. Chr. in alten chinesischen Schriftrollen in denen eine Teesteuer erwähnt wird.
Tee galt sehr lange Zeit in China nur als Medizin und Opfergabe. So sollte Tee während der Han Dynastie 206 v. Chr. – 220 n. Chr. Bei Müdigkeit, Kopfschmerzen, Rheuma und Blasenschwäche helfen.
Während der Tang Dynastie von 618 – 907 n. Chr. war der Tee wegen seiner anregenden Wirkung besonders bei Mönchen, Dichtern und Malern beliebt. Das war auch die Zeit des größten Teemeisters der Geschichte des Tee. Lu Yu schuf eine mehrbändige Schrift über Tee, die „heiligen Schrift vom Tee“. Durch sein Werken veränderte er die Tee- und Trinkkultur in China maßgeblich. Der Tee wurde seither immer weniger mit Gewürzen und anderen Zutaten genossen. Der reine, unverfälschte Geschmack und eine gute Qualität des Tees steht seit dieser Zeit im Vordergrund.
Seinen Höhepunkt erreichte die Teekultur in der Song Dynastie 960 – 1279 n. Chr. Alle Provinzen schickten einen Tribut in Form von Tee an den Kaiserlichen Hof und versuchten sich jedes Jahr gegenseitig in der Qualität des gelieferten Tees zu übertreffen. Hier nahmen die auch heute noch populären Teewettbewerbe ihren Anfang. Kaiser Huizong war so begeistert vom Tee, dass er maßgeblich dazu beitrug, dass Tee nicht weiter nur den Reichen und Adeligen vorbehalten blieb, sondern für Jedermann zugänglich wurde. Tee entwickelte sich in dieser Zeit zum Volksgetränk.
Wurde bis zur Ming Dynastie 1368 – 1644 ausschließlich grüner Tee hergestellt, so wurden in dieser Zeit neue Verfahren entwickelt um Tee auch über große Strecken transportieren zu können. Zum ersten mal in der Geschichte wurde jetzt schwarzer Tee hergestellt, welcher wesentlich länger haltbar war als die schnell verderblichen Blätter des grünen Tees.
Die große Reise um die Welt begann für den Tee allerdings erst später in der Quing Dynastie 1644 – 1911 n. Chr. Die Verfahren zur Herstellung von schwarzem Tee wurden weiter verfeinert und der Tee verbreitete sich auf dem Seeweg auch bis nach Europa und Amerika.
Tee Geschichte in Japan
Erst in den Jahren 500 – 800 n. Chr,. Kam der Tee langsam von China nach Japan. Wahrscheinlich schmuggelten Zen – Mönche heimlich die Teeblätter über die chinesische Grenze bis nach Japan hinein. In der ersten Zeit wurde auch in Japan der Tee nur aus medizinischen Gründen getrunken. Außerdem nutzen die Mönche den Tee in ihren Klostern gerne zur Stimulation bei ihren Meditationen. Tee war zur damaligen Zeit ein äußerst kostbares Gut und blieb ausnahmslos den Adeligen und reichen als Getränk vorbehalten. Die Teegärten waren gut bewachte festungsartige Höfe zu denen nur wenige Menschen überhaupt zutritt hatten.
Erst im 12. Jahrhundert verbreitete sich der Tee auch langsam im als Getränk im gewöhnlichen Volk. Tee wurde als lebensverlängerndes Mittel und Heiltrank verehrt. Ab dem 14. jahrhundert entwickelten sich die Anfänge der auch heute noch gerne zelebrierten Teezeremonie. So wurde zwischen 1450 und 1590 die Lehre des Teeweges begründet. Es wurde ein zeremoniell geschaffen, dass die Teezeremonie in Verbindung mit dem Zen und Taoismus brachte. Die Hauptbegründer dieses Teeweges waren Murata Shuko, Takeno Joo und Sen no Rikyu in dieser Reihenfolge. Schüler der drei Begründer verfeinerten die Lehren und entwickelten sie weiter. Noch heute bestehen viele Teeschulen im ganzen Land die die unterschiedlichen Wege und Lehren verbreiten. Eine der alten Schulen für den Weg des Tees ist z.B. Urasenke, dessen derzeitiges Oberhaupt Sen Soshitsu ist. Ein direkter Nachfahre von Rikyus in der 16. Generation.

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