

Japan wird auch das Land des grünen Tees genannt. Der Tee Verzehr und die Zubereitung haben in Japan einen sehr hohen Stellenwert. Besonders bekannt ist Japan wegen der überaus gepflegten Teegärten, die in ihrer Perfektion Funktion und Schönheit zu Harmonie und Ordnung vereinen. Sie sind so angelegt, dass allein schon der Anblick eine entspannende Wirkung hat und zum verweilen einlädt.
Pro Jahr werden zur Zeit etwa 90.000 Tonnen japanischer Tee produziert, die allerdings größtenteils den Eigenbedarf des Landes decken. Nur etwa 2.000 Tonnen des Grüntees werden jährlich exportiert.
Japanischer Tee wird in den Monaten Mai bis September geerntet. Das größte Anbaugebiet des Landes befindet sich in Shizuoka, des Weiteren werden die über 1.000 Sorten Japanischer Tee am Berg Fuji und auf der Insel Kyushu angebaut.
Die Besonderheit japanischen Grüntees ist dass nur kurze Erhitzen der Blätter nach der Ernte. Dieses Verfahren bewahrt die Wirkstoffe und unterscheidet sich dadurch von der Methode der Fermentierung. Auf diese Weise unterscheidet sich Japanischer Tee in seiner Konsistenz und dem Geschmack von anderen Tee Sorten.
Japanischer Tee - Inhaltsstoffe
Japanischer Tee beinhaltet Koffein, welches anregend und belebend wirkt, sowie verschiedene Gerbstoffe, die Catechine. Catechine und Theanin tragen zur Geschmacksbildung bei und wirken gesundheitsfördernd. Allerdings lassen sie den japanischen Grüntee herber erscheinen als andere Teesorten. Gerbstoffe sind aber willkommen im Tee, da sie zum Beispiel bei einem nervösen Magen beruhighend wirken.
Des Weiteren enthält japanischer Tee Vitamin B, B2 und A, Calcium, Kalium, Phosphorsäure, Magnesium, Zink, Kupfer, Nickel, Fluor und Carotin.
Japanischer Tee - Zubereitung
In Japan werden ungefähr 1.000 Sorten Tee angebaut. Die Zubereitungsempfehlungen richten sich nach der Sorte und der jeweiligen Zubereitungszeremonie. Häufig nimmt man für
100 ml Wasser, 2 TL japanischen Grüntee. Die Daumenregel besagt, umso heißer das Wasser, desto länger die Ziehzeit, denn dadurch werden mehr Bitterstoffe freigesetzt. Beim zweiten, oder dritten Aufguss verringert sich die Ziehzeit entsprechend etwas.
Hier nun einige Sorten mit Zubereitungsempfehlung zur Übersicht:
Bancha – gewöhnlicher Tee; verfügt über einen niedrigen Koffeingehalt und viel Calcium. Diese Sorte schmeckt algig-nussig. Das Wasser mit dem der Tee übergossen wird sollte 80-85°C betragen, die Ziehzeit sollte 30- 60 Sekunden dauern und der Tee kann ruhig auch 2-3 Mal aufgegossen werden.
Gyokuro - edler Tautropfen; hat einen hohen Koffeingehalt und einen bestechenden Geschmack, dieser Tee wird mit 50-60°C heißem Wasser überbrüht, 30-45 Sekunden ziehen gelassen und kann etwa 2-4 Mal aufgegossen werden.
Sencha - gedämpfter Tee; ist der am häufigsten getrunkene japanische Grüntee, er schmeckt leicht süßlich und etwas spinatartig. Das Wasser zum Aufbrühen sollte idealerweise 70-85°C betragen, die Ziehzeit sollte 30-60 Sekunden dauern und er kann maximal 3-4 Aufgüsse überstehen.
Japanischer Tee soll der Legende nach lebensverlängernd wirken und außerdem das Krebsrisiko, sowie Herz- Kreislauferkrankungen senken. Es ist allerdings Vorsicht geboten, eine zu hohe tägliche Dosis kann auch toxisch wirken. So gilt wie bei allen anderen Genussmitteln auch beim japanischen Tee – in Maßen genießen. Nicht immer hilft viel auch viel!

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