

Die Teepflanze wurde im Chinesischen Reich zuerst als Medizin, Nahrungsmittel und als Opfergabe verwendet. Chinesischer Tee wurde gegen Müdigkeit, Kopfschmerzen, Sehschwäche oder auch Rheuma eingesetzt.
Nach einiger Zeit wurde der Tee aus China von Mönchen, Poeten oder Malern wegen seiner anregenden Wirkung getrunken. In dieser Zeit wurden viele Lieder, Geschichten und Gedichte über chinesischen Tee verfasst, da die Menschen in China so sehr von seiner belebenden Wirkung angetan waren. Daher ist es nicht verwunderlich das auch wenige Zeit später der Tee den Weg in den Palast des Kaisers fand. Seit dem 9. Jahrhundert mussten die Provinzen Chinas regelmäßig ihren besten China Tee als Tribut an den Kaiser liefern. Durch den Kaiser und sein Gefolge verbreitete sich der Tee in China rasch auch bei der normalen Bevölkerung und wurde mit der Zeit überall im ganzen Land sehr beliebt.
Chinesischer Tee war in China so beliebt, dass es spezielle Teezeremonien und spezielles Teezubehör gab. Es wurden viele Abhandlungen über die Entstehung, die Verarbeitung von chinesischem Tee und deren verschiedenen Sorten geschrieben. Zu den Bekanntesten Teepoeten gehört Beispielsweise der größte Teemeister Chinas Lu Yu und der Chinesische Kaiser Huizomg.
Eine sehr schöne Legende besagt das Kaiser Chen Nung (ca. 2000 Jahre vor Christus) unter einem Baum saß und Wasser gekocht hat. In dem Moment fiel ein Blatt des Baumes in das kochende Wasser. Der Kaiser trank dieses duftende, braun gefärbte Wasser und es schmeckte ihm sehr gut. Er lehrte daraufhin die Zubereitung seinem Volk.
Chinesischer Tee besteht häufig zu 80% aus grünem und halbfermentiertem (oolong) Tee und wird meist in den mittleren Provinzen Chinas angebaut. Früher haben viele Kleinbauern Tee angebaut. Heute gibt es in China riesige staatliche Teeplantagen. Daher ist das Teeangebot in China auch gestiegen. Mittlerweile gibt es viele verschiedene Teesorten, wie den Grüntee, Oolong oder den Schwarztee. Der bekannteste aber ist ein Schwarztee den man Keemun nennt. Aber auch halbfermentierte Oolong Tees sind sehr bekannt wie Beispielsweise der Jasmintee.
Nicht nur die Chinesen haben ihre Liebe zum Tee entdeckt sondern auch andere Länder der Erde. Daher war China bis 1860 der größte Exporteur von Tee weltweit. Dies änderte sich jedoch durch die Besetzung Chinas durch die Europäer und die Invasion Japans mit dem daraus folgenden Widerstandskrieg.
Heutzutage ist China nach Indien zweitgrößter Teeprozent und drittgrößter Exporteur von Tee. Zweidrittel des angebauten Tees aus China wird von den Chinesen selbst getrunken.